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Wunden durch langes Liegen/Sitzen: Vorbeugung und Behandlung

28.02.2022

Besonders bettlägerige und im Rollstuhl sitzende Menschen sind von Wundliegen auch Dekubitus genannt gefährdet. Damit es nicht so weit kommt, kann man einige Sachen zur Vorbeugung tun.

Was ist Dekubitus (Wundliegen)?

Ein Dekubitus (umgangssprachlich «Druckgeschwür») entsteht durch einen kontinuierlichen, langandauernden Druck oder Druck in Kombination mit Scherkräften auf eine Hautstelle, wodurch es zu einer lokalen Schädigung der Haut und/oder des darunter liegenden Gewebes kommt. Meistens sind dies Stellen, an denen sich darunter Knochenvorsprünge befinden. Die Hautpartie wird aufgrund der Druckschädigung nicht mehr ausreichend durchblutet und die Zellen werden nicht mehr mit genügend Sauerstoff versorgt. Dadurch entstehen Haut- und Gewebeschäden. Gefährdet sind vor allem immobile Menschen, die viel sitzen – zum Beispiel im Rollstuhl. Kranke, geschwächte oder alte Menschen trifft es besonders häufig, ebenso Personen, die an Lähmungen leiden, beispielsweise nach einem Schlaganfall.

 

Wie kommt es zu Dekubitus?

Liegen wir zum Beispiel auf dem Rücken im Bett, lastet auf einigen Hautpartien ein besonders hoher Druck – meist an Hinterkopf, Rücken, Schultern, Ellbogen und Fersen. Dies sind Bezirke mit prominenten Knochenanteilen und geringer Weichteilbedeckung. An diesen Druckstellen werden die Blutgefässe in der Haut durch unser eigenes Körpergewicht etwas zusammengedrückt, so dass sich die Hautdurchblutung verschlechtert. Kurzfristig ist das kein Problem. Sobald wir uns bewegen, uns beispielsweise auf die Seite drehen, verteilt sich der Druck wieder anders. Die zuvor belasteten Hautstellen sind nun vom Druck befreit und erholen sich. Im Allgemeinen verträgt daher die Haut Druck von aussen gut. Problematisch wird es erst, wenn sie über längere Zeit zusammengedrückt wird, zum Beispiel durch Bettlägerigkeit. Der Druck auf eine Hautstelle hält zu lange an und es kommt zu einem ernsten Versorgungsmangel der Haut. Schon innerhalb von wenigen Stunden kann auch das Gewebe darunter absterben.

 

Wie kann Dekubitus vorgebeugt werden?

• Regelmässige Hautkontrollen am ganzen Körper
• Mobilisierung und Bewegungsförderung
• Richtige Positionierung, regelmässige Umlagerung
• Druckentlastung und Druckverteilung
• Richtiges Bettklima
• Hautpflege mit z.B. Coryt

Solange bettlägerige oder in der Mobilität eingeschränkte Menschen in der Lage sind, sich ein bisschen zu bewegen, sollten sie regelmässig dazu ermuntert werden. Angehörige und Pflegende sollten alles dafür tun, um die Beweglichkeit zu fördern bzw. wiederaufzubauen und Bewegungseinschränkungen zu vermeiden.

 

Wie wird Dekubitus behandelt?

Auch wenn therapeutisch sofort eingegriffen wird, ist die Behandlung eines Dekubitus sehr langwierig. Selbst wenn das Geschwür gut ausheilt, besteht die Gefahr, dass sich an der betroffenen Stelle nach kurzer Zeit erneut eine Wunde bildet. Wichtig bei der Therapie eines Dekubitus sind:

  • Entlastung mit entsprechenden Hilfsmitteln wie z.B. Repose und Dermisplus
  • Mobilisierung und Lagerung
  • Spezielle Wundversorgung
  • Mangelernährung vermeiden
  • Schmerzbehandlung
  • Psychische Unterstützung

Bei einem operativen Eingriff wird vom Institut für Anästhesiologie das individuell auf Sie angepasste Anästhesie-Verfahren ausgewählt.

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