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Von Diabetes über LinkedIn zu Fischhaut - Vielfältigkeit beim «Blickwinkel Wundbehandlung» vom 25. Oktober 2021

28.10.2021

Nach zwei Jahren coronabedingter Pause konnten wir endlich unser Seminar «Blickwinkel Wundbehandlung» durchführen. Dieses Mal lag der Fokus der Wundbehandlung auf Diabetes und einer seiner Folgeerkrankung, das diabetische Fuss-Syndrom. Darüber hinaus bekamen die Teilnehmer*innen einen kurzen Einblick in die Social Media Welt, insbesondere dem Tool LinkedIn, was für die Geschäftswelt in den letzten Jahren ein wichtiger Schnittpunkt geworden ist.

Das Seminar durfte Publicare gemeinsam mit Nutricia-Milupa, Schülke und Smith&Nephew organisieren und fand in den Hallen der Eventlocation Trafo in Baden statt. Vor Ort befanden sich nebst den Organisatoren zwei weitere Aussteller: Ypsomed und Essity. Auch an diesem Seminar konnten wir den Corona-Regelungen nicht entweichen, somit hiess es für uns COVID-Zertifikat kontrollieren und Maskentragpflicht für alle. Das Trafo Catering sorgte für äusserst viel und verschiedener Verpflegung durch den ganzen Tag.

Die Anzahl der Diabetespatienten und die dadurch sinkende Lebenserwartung steigt nicht nur weltweit an, sondern auch in der Schweiz. Mit dieser Ausgangslage startete Dr.med. Barbara Felix, leitende Ärztin Diabetologie aus dem KSBL Bruderholz, ihre Präsentation über diabetische Füsse. Am Anfang erklärte Sie zunächst, wie Diabetes überhaupt entsteht und was es ausser den diabetischen Füssen sonst noch für Schäden anrichten kann. Die Heilungs- und Amputationsraten sind seit vielen Jahren unverändert schlecht. Es braucht eine Standardtherapie, keine langen Verzögerungen zwischen einem Hausarzt und Spezialist, ein zusammenspielendes Teamwork von allen Abteilungen und ganz wichtig eine stadiengerechte Wundbehandlung. Zudem sollte es möglich sein, dass jedem Patienten eine Schulung zur Verfügung steht, um ganz genau informiert zu sein was er oder sie essen darf oder welche Selbstpflege und Kontrollen man durchführen sollte.

Anschliessend folgte Jan Hefti, Leiter Orthopädie-Schuhtechnik von Fuss-Orthopädie Feldmann AG, mit der Präsentation zu den orthopädischen schuhtechnischen Möglichkeiten bei Diabetes-Füssen. Sehr wichtig ist das Anamnesegespräch mit den Patienten, welche dann den weiteren Schritt der klinischen Untersuchung ermöglichen. Nach den ganzen Untersuchungen gibt es vier Kernfragen die zur Einstufung und Sensibilisierung der «International Working Group on the Diabetic Foot (IWGDF)» dienen. Die Produkte und Versorgungsmöglichkeiten der IWGDF für das diabetische Fuss-Syndrom sind die orthopädischen Massschuhe, Verbandschuh, orthopädische Serienschuhe, Orthesen und Innenschuhe.

Ein wenig weg von den Füssen klärte uns Prof.h.c. Silvia Honigmann-Gianolli, selbstständige Ernährungsberaterin, über die Ernährungsempfehlungen bei Diabetes Typ 2 auf. Diabetiker müssen anders als bei gesunden Menschen mehr auf die Ernährung und Ausgewogenheit achten. Mit der korrekten «Mischung» und Zusammensetzung des Speiseplans, gelingt es einem Diabetiker aber durchaus abwechslungsreich zu essen. Wir alle kennen die Schweizer Lebensmittel-Pyramide vielleicht schon seit der Kindheit. Diese entspricht aber nicht der realen Gesellschaft in der Schweiz. Tatsächlich essen wir sehr unausgewogen und konsumieren den oberen Teil der Pyramide wie z.B. Süsses oder Salziges viel mehr als Obst oder Gemüse. Wichtig ist das Mass. Man sollte 5 Portionen Gemüse und Früchte am Tag zu sich nehmen, bei Getreideprodukten auf die Kohlenhydrate achten und allenfalls auf Alternativen wechseln, nicht zu viel Fleisch verzehren. Nicht richtig ist es ganz auf Süsses oder Salziges zu verzichten, denn eine kleine Portion kann man ohne Bedenken essen.

«Wieso eigentlich LinkedIn?» ist die zentrale Frage von Roger Basler de Roca, Unternehmer Digital Marketing & eCommerce. Menschen sind sich gar nicht bewusst, wie oft sie nach ihrem Handy greifen und wie viele Minuten das am Tag sind. Das führt zu drei Effekten: die Aufmerksamkeit fokussiert sich, der Geduldsfaden wird kleiner und die Vergesslichkeit steigt. Trotz geringer Aktivität auf dieser Plattform steigt die Anzahl der Nutzer und wird beruflich immer wichtiger. Was aber interessant ist, ist dass die Aktivität der Menschen während den Arbeitszeiten und unter der Woche am meisten erscheint. LinkedIn hat für die Arbeitswelt einen grossen Vorteil, indem man sich dort komplett ausrüsten kann mit allen Bewerbungsunterlagen und es als eine viel vertrautere Plattform erscheint.

Marianne Brunner erzählte uns über Ihre herausfordernde Zeit als Wundexpertin in der Beau-Site Hirslanden in Bern. Durch den Pflegefachmangel ging die Wundbehandlung immer mehr den Wundexperten*innen über. Dies führte zur Einschränkung des Wissens betreffend Wunden auf den Abteilungen und weniger praktische Erfahrungen. Das Ziel der Hirslanden ist die Pflegenden mit Fachwissen weiterzubilden, mehr praktische Übungen durchzuführen durch Workshops und für Nachschlageunterlagen zu sorgen um über alle Wundmaterialien Bescheid zu wissen.

Durch Eduardo Theiler, Manager Kerecis, erhielten wir das letzte Referat zur Wundheilung mit Fischhaut. Die intakte Fischhaut zur Geweberegeneration nennt sich KerecisTM Omega3 Wound. Da die Fischhaut mit der menschlichen Haut nahezu identisch ist, besteht auch kein Risiko einer Virusübertragung, sämtliche Hauptbestandteile der Wunde bleiben erhalten, es rekrutiert Stammzellen und es ist sehr nachhaltig wie auch umweltfreundlich. Ausserdem fördert die Fischhaut die Blutstillung und die Gefässneubildung. Dadurch dass die Fischhaut robust und dick ist, lässt es sich einfach formen und hat eine raschere Wirkung und Heilung auf die betreffende Wunde.

Somit endete auch dieser umfangreiche und spannende Tag. Wir hoffen, dass wir den Teilnehmer*innen viele Inputs und neues Wissen mit auf den Weg geben konnten.

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