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Anita Ganz – mehr als ein Vierteljahrhundert

21.02.2024

Anita hat die Entwicklung der Publicare hautnah miterlebt und gehört seit über 25 Jahren zum Team! Als sie vor über einem Vierteljahrhundert eintrat, waren es gerade sechs Mitarbeitende. Seitdem hat sich viel getan. Im exklusiven Interview gewährt Anita Einblicke in ihre spannende Zeit bei der Publicare.

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Liebe Anita, du bist schon fast seit der Gründung der Publicare bei uns. Wie kann ich mir die Firma bei deinem Stellenantritt vor über 25 Jahren vorstellen?
Wir waren zu sechst, einschliesslich des Gründerpaares Silvia und Walter Signer und teilten uns alle Räumlichkeiten auf einer Etage. In der Mitte des Büros befand sich der Lieferschein- und Rechnungsdrucker. Nebenan ein Pausentisch mit vier Stühlen und auf der gegenüberliegenden Seite ein weiterer Tisch um die Beutel und Platten auszuschneiden. Zusätzlich hatten wir eine Nähmaschine für Anpassungen von Herniengürtel.
Neben dem Grossraumbüro war das Lager: Stoma-Produkte und ein kleines Sortiment mit Wund- und Inkontinenzmaterial. Beim Haupteingang stand ein grosses blaues Ledersofa, auf dem unsere Kundinnen und Kunden bei einem Kaffee auf die Produkte warteten.
Der Arbeitsalltag war sehr familiär geprägt, inklusive gemeinsamer Mittagessen und Wochenendveranstaltungen.

 

Welche Meilensteine oder Veränderungen in der Firma haben in deiner Karriere einen bleibenden Eindruck hinterlassen?
Oh, da gibt es viele! Das kontinuierliche Wachstum brachte immer wieder wichtige Meilensteine mit sich. Früher war ich in sämtlichen Bereichen aktiv, heute liegt mein Schwerpunkt beim Kundenservice. Angesichts des Wachstums wäre es heute unmöglich, sich um alle Abteilungen zu kümmern.
Ein bedeutender Meilenstein war der Umzug nach Oberrohrdorf, der mir das enorme Wachstum unserer Firma verdeutlichte.

 

Welche persönlichen und beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten hast du innerhalb des Unternehmens wahrgenommen und genutzt?
Ich begann als Sachbearbeiterin im Kundendienst. Die Vielseitigkeit meiner Aufgaben, die von der Bestellabwicklung über den Versand bis hin zum Aussendienst reichten, boten mir stets zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten. Ich ergriff die Chancen und setzte sie um.
Später, als ich ausschliesslich im Kundendienst arbeitete, strebte ich nach mehr Tiefe und absolvierte Schulungen in allen Fachgebieten ausser der Inkontinenz. Im Jahr 2015 erhielt ich die Stelle als Gruppenleiterin für die Wundversorgung. Für mich ein grosser Schritt, von der Mitarbeiterin zur Führungskraft. 
Im Jahr 2021 übernahm ich zusätzlich die Rolle der stellvertretenden Abteilungsleitung im Kundendienst.

 

Wie hat sich die Unternehmenskultur im Laufe der Jahre entwickelt, und welche Aspekte schätzt du besonders an dieser Kultur?
Mit dem Wachstum hat sich auch die Unternehmenskultur verändert. Es erfordert heute mehr Engagement von jeder einzelnen Person und die Kommunikationswege sind komplexer geworden. Früher konnte man im Büro einfach laut reden und alle waren informiert (was nicht immer von Vorteil war lach).
Ich schätze es sehr, dass trotz der heutigen Firmengrösse die Mitarbeitenden einander unterstützen, sich freundlich und respektvoll begegnen und die Kundenzufriedenheit weiterhin im Mittelpunkt steht. Natürlich bringt der Alltag auch seine Herausforderungen mit sich – nicht alles ist immer einfach lach.

 

Welches war dein ungewöhnlichstes Arbeitsprojekt, das du je hattest?
Mir fällt keines direkt ein, aber mein Arbeitsalltag ist definitiv vielfältig. Unsere Kundschaft stellt uns regelmässig vor spannende Herausforderungen. Zum Beispiel erhalten wir selbst erstellte Malbücher mit Hautschutzringen oder dass die Stomas der Patienten Vornamen haben und nicht eindeutig ist, wer für wen das Material bestellt.

 

Hast du ein besonderes Hobby oder eine Leidenschaft, welches du gerne mit uns teilen möchtest?
Meine grösste Leidenschaft ist mein Pferd! Die Arbeit mit diesen Tieren offenbart viel über die eigene Persönlichkeit. Stundenlang habe ich Herden beobachtet und Parallelen zu menschlichem Gruppenverhalten festgestellt. Die Zusammenarbeit mit ihnen zeigt, dass mit Durchsetzungsvermögen, Fairness und Wertschätzung fast jede Hürde überwunden werden kann. 
Grundsätzlich bin ich liebend gerne in der Natur. Zurzeit absolviere ich zudem eine Fachausbildung in ganzheitlicher Kräutermedizin mit Schwerpunkt auf Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) als Holistic Herbalist. Zuvor habe ich bereits die Ausbildung zur Herbalistin I erfolgreich abgeschlossen.

 

Welches ist dein Lieblingsurlaubsziel, und warum?
Ich liebe Sardinien! Dort angekommen, fühle ich mich sofort wie zu Hause. Die Insel strahlt eine unvergleichliche Herzlichkeit aus und lässt mich sein, wie ich bin. Ich bin ein wahrer Genussmensch: Ich liebe das Essen, den Wein, die Natur, den Wind, das Meer und gute Freundschaften. Aber auch in der Schweiz geniesse ich meinen Urlaub in vollen Zügen, finde hier Ruhe und den Ausgleich für mich selbst.

Liebe Anita, vielen Dank für das Gespräch und hoffentlich auf viele weitere Jahre bei der Publicare.

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